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Theraphosa blondi

Futter:
Die Tiere nehmen auf Grund ihrer enormen Größe auch größere Futtertiere an, wie z.B. ausgewachsene Heuschrecken oder auch junge Mäuse. Bei mir bekommen die Tiere als Standard-Futter die gleichen Heimchen, wie alle anderen Vogelspinnen auch. Mit Mäusen bekommt man die sehr gefräßigen Vogelspinnen zwar recht schnell und effizient satt, aber der Verdauungsvorgang dauert doch einige Tage und damit riechen die langsam vor sich hingammelnden Mäusekadaver äußerst unangenehm. Nicht zu vergessen ist auch, dass eine Maus mit ihren Zähnen auch eine Gefahr für die Spinne darstellt, falls der Biss der Vogelspinne nicht gleich richtig sitzt und die Maus tötet oder bewegungsunfähig macht. Eine ungefährliche Variante dazu sind Baby-Frostmäuse.
Alternativ können große Schaben (Blaptica dubia oder cranifer) gefüttert werden.... oder einfach alles was die Spinne überwältigen kann. Diese Riesen sind so gefräßig, dass ich sie auch mal auf Diät setze, wenn der Hinterleib zu stark anschwillt. Dann steigt die Verletzungsgefahr bei Stürzen im Terrarium zu stark an.

Temperatur:
Diese Vogelspinnenart aus den tropischen Regenwäldern Südamerikas benötigt etwas höhere Temperaturen, um sich wohl zu fühlen. Um die 25°C sind optimal, für ein schnelleres Wachstum kann man auch noch ein bisschen höher gehen.

Feuchtigkeit:
Auch bei vorhandenem Wassernapf (der sich sowieso in jedem Vogelspinnen-Terrarium befinden sollte!) muss bei dieser Spinnenart auf eine hohe Feuchtigkeit des Substrates geachtet werden, so dass sich eine Luftfeuchtigkeit mindestens um die 80% einstellt. Gegen zu niedrige Luftfeuchtigkeit sind die Tiere sehr empfindlich. Gleichzeitig muss durch ein gutes Belüftungssystem dafür gesorgt werden, dass sich keine Staunässe bildet. Beides, Staunässe und Trockenheit werden von den Tieren nicht vertragen. Speziell die Jungtiere in der ersten und zweiten Fresshaut sind da sehr empfindlich.

Terrarium:
Auf Grund der Größe der Tiere sollte die Terrariengröße nicht unter 40x40 cm liegen. Um den Tieren ein Graben zu ermöglichen und um einen Feuchtigkeits-Puffer zu schaffen, sollte bei T. blondi eine hohe Schicht aus Humus, Kokosfaser-Erde und Laub eingebracht werden. Da die Tiere lichtscheu sind, muß auf jeden Fall ein genügend großes Versteck vorhanden sein (Korkrinde, Kokosnuss-Schale,.....). Um ein Beschlagen der Scheiben bei der hohen Luftfeuchtigkeit zu verhindern haben alle Terrarien bei mir eine Diagonal-Doppel-Lüfung, d.h. ein Lüftungsgitter vorn unter der Frontscheibe und oben hinten. Damit ist ein guter Luftaustausch gewährleistet. Auf keinen Fall darf das Terrarium zu hoch sein, da sich die Tiere sonst ernsthaft verletzen können, wenn sie beim Klettern an den Scheiben abstürzen. Ausserdem empfehle ich bei Terrarien mit Schiebescheiben ein Schloss zur Verriegelung. Die Spinnen sind sehr kräftig! Ich habe zwar noch nicht gehört, dass eine es geschafft hat eine Scheibe aufzuschieben, aber die Vorstellung, mit einer 25 cm großen Vogelspinne den Raum zu teilen finde ich nicht sehr beruhigend.

Vermehrung:
Die Verpaarung erfolgt durch Einsetzen des Männchen in das Terrarium des Weibchens und ist im Vergleich mit anderen Arten und dem sonstigen Verhalten von T. blondi sehr friedlich. Nach ca. 10-12 Wochen schlüpfen aus dem bis Tennisball-großen Kokon ca. 100 Jungtiere. Diese sind anfangs etwas empfindlich, ab der 3. Fresshaut wachsen sie dann aber gut und sind etwas robuster.

Weitere Informationen:
T. blondi ist kein Kuscheltier! Die Riesen sind sehr wehrhaft und scheuen sich nicht, in einen Zeigefinger zu beissen, wenn sie sich bedroht fühlen. Mit sogenannten Stridulationsorganen können sie zischende Geräusche produzieren. Ausserdem gehören sie zu den "Bombardierspinnen", d.h. bei Gefahr streifen sie mit den Hinterbeinen Brennhaare vom Hinterleib ab und schleudern sie dem vermeintlichen Angreifer entgegen. Scheinbar sind die Brennhaare dieser Art besonders aggressiv und führen auf der Haut zu Jucken und Bläschenbildung. Manchen Menschen machen die Haare aber auch überhaupt nichts aus.

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