Tarantelbox Banner 3a Kopie

Beleuchtung von Terrarien

Die Beleuchtung eines Terrariums muss nach verschiedenen Gesichtspunkten ausgewählt werden:

1. Ansprüche der Tiere (Tag/ Nachtrhythmus, Wärmespots, UV-Bedarf, Jagdverhalten...)
2. Lichtbedarf der Bepflanzung
3. Ästhetische Ansprüche, wenn das Terrarium in Wohnräumen aufgestellt werden soll

Entsprechend der genannten Kriterien entscheidet sich, welche Lichtquelle eingesetzt werden kann. Grundsätzlich kommen dabei folgende Leuchtmittel-Typen in Frage:

- herkömmliche Glühlampen
- Halogenstrahler
- Leuchtstoffröhren
- Leuchtdioden (LED)
- Gasentladungslampen ( HQL / HQI / Natriumdampflampe)
- spezielle Strahler für Infrarotes- und UV-Licht

Entsprechend der jeweils eingesetzten Technik unterscheiden sich das Licht sehr stark in den abgestrahlten Wellenlängen und in der räumlichen Abstrahlcharakteristik. Für eine grobe Beschreibung des Lichtes wird die sogenannte “Lichttemperatur” verwendet. Diese Temperatur entspricht dem Licht eines Körpers, welches er bei der angegebenen Temperatur abstrahlen würde (Temperaturangabe in Kelvin, K). Diese Abstrahlung ist ausschließlich von der Temperatur der Körpers und nicht vom Material abhängig, aus dem er besteht. Die gleichen Bezeichnungen werden auch bei Computermonitoren, in der Fototechnik und bei Fernsehgeräten verwendet. Dabei gilt allerdings, dass das Licht mit niedrigerer Farbtemperatur (hoher Rotanteil) als warm empfunden wird, während Licht mit hoher Farbtemperatur (hoher Blauanteil) als kalt empfunden wird. Dabei gelten folgende Richtwerte (Quelle: Wikipedia)

1500 K - Kerzenlicht, sehr warmes Licht
2000 K - Natriumdampflampe
2200 K - 40 W Glühbirne
2800 K - 200 W Glühbirne
3000 K - Halogenlampe
4000 K - Leuchtstoffröhre (kaltweiß)
5000 K - Morgen- und Abendsonne
5800 K - Mittagssonne
6500-7500 K - Bedeckter Himmel, Vollspektrum-Röhren Tageslich = neutrales Weiß
8500 K - Nebel
12000 K - wolkenloser Himmel, Leuchtstoffröhren für Meerwasser-Aquaristik, HQL-Lampen

Für eine warme, gemütliche Beleuchtung eignen sich daher Glühbirnen oder besser (da stromsparender) Halogenlampen am besten. Wer Wert auf eine großflächige, gleichmäßige Ausleuchtung legt, die stromsparender ist und nicht so viel Wärme entwicklelt, der wird sich Leuchtstoffröhren installieren. Die Stromsparfüchse werden LED-Beleuchtung bevorzugen, da diese relativ junge Leuchtmittelklasse z.Z. das günstigste Verhältnis von Lichtmenge zu eingesetzter elektrischer Energie bietet. Dafür muss man derzeit noch mit einem sehr hohen Preis für die LED-Leuchtmittel leben. Alle diese Leuchtmittel geben Licht hauptsächlich im sichtbaren Wellenlängenbereich ab. Wer also Tiere mit hohem UV-Bedarf hat, der wird zu HQL/HQI oder speziellen Leuchtstoffröhren greifen müssen.

Wichtig für die Wirkung einer Lichtquelle ist ausserdem, ob die Strahlung breitbandig abgegeben wird, wie zum Beispiel bei einer Glühlampe, ob das Spektrum aus mehreren einzelnen Emissionsbanden besteht, wie bei einer herkömmlichen Leuchtstoffröhre oder ob es sich sogar nur um einzelne sehr schmale Emissionslinien handelt wie bei einer Natriumdampflampe. Dadurch wird die Wiedergabe von Farben unter einer bestimmten Lichtquelle stark beeinflusst, denn Licht, welches nicht von einer Lichtquelle abgegeben wird, kann auch nicht von einem Körper reflektiert werden. Somit sehen wir Farben nicht, deren Wellenlänge nicht im von der Lichtquelle abgegebenen Lichtspektrum vorhanden sind.

Daher will ich auf den folgenden Seiten ein wenig näher auf die einzelnen Methoden zur Lichterzeugung eingehen und Einsatzgebiete beschreiben.

GlühbirneButton HalogenlampenButton LeuchtstoffButton LEDsButton
HQLButton UVButton

[Home] [Haltung] [Technik] [Licht] [Kontakt]

Zurück