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Cyriocosmus elegans

Futter:

Auf Grund der geringen Größe der Spinnen (adulte Weibchen ca.15 mm Körperlänge und ca. 25 mm Spannweite) muss das Futter entsprechend kleiner sein als für andere Vogelspinnenarten. Ich verwende als Standardfutter mittelgroße Heimchen, die gut gefressen werden. Ausserdem sind kleine Schaben (z.B., Blaptica dubia oder Shelfortella tartara) und Essigfliegen (z.B. Drosophila hydei) möglich. Besondere Vorlieben habe ich bisher nicht entdecken können. Bei Jungtieren (siehe Foto) ist die Fütterung schwierig, da sie nur sehr kleine Futtertiere überwältigen können. Ich habe die besten Erfahrungen mit kleinen Essigfliegen (Drosophila melanogaster), frisch geschlüpften Heimchen ("Micros") und Springschwänzen gemacht. Microheimchen töte ich vorher und lege sie in das Terrarium, sie werden dann meist über Nacht gefressen, wenn alles ruhig ist.

Temperatur:
Normale Zimmertemperatur ist für Haltung und Zucht am besten geeignet, leicht erhöhte Temperaturen bis 25 °C beschleunigen wir bei den meisten Vogelspinnen die Entwicklung. Allerdings ist bei hohen Temperaturen die Feuchtigkeitskontrolle in den relativ kleinen Terrarien recht schwierig.

Feuchtigkeit:
Die Tiere benötigen eine relativ feuchte Umgebung ohne jedoch Staunässe zu erzeugen. Am einfachsten ist es, das Substrat immer ganz leicht angefeuchtet zu halten und durch Sprühen auf Steine, Blätter oder die Terrarienwände ein paar Tropfen zu erzeugen, aus denen die Spinnen dann trinken können. Einen Wassernapf halte ich auf Grund der Größe der Tiere für zu gefährlich, sie könnten darin ertrinken.

Terrarium:
20x20 cm Grundfläche genügen den Zwergvogelspinnen vollauf, die Fläche kann aber auch noch etwas kleiner sein. Zu große Terrarien halte ich für ungünstig, denn die Tiere graben sich gern in das Substrat ein und tapezieren ihre Wohnhöhle mit Spinnenseide aus. Die Ausgänge dieser Röhren sind kaum zu erkennen. In großen Becken bekommt man die Tiere dadurch nie wieder zu Gesicht, da sie auch recht ängstlich sind und meist nicht gleich erscheinen, wenn man füttert. So lässt sich der Gesundheitszustand nur sehr schwer kontrollieren.
Vergesellschaftung mehrer Tiere habe ich noch nicht versucht, ich würde jedoch auf Grund der kannibalistischen Veranlagung anderer Spinnenarten sehr davon abraten.

Vermehrung:
Eine Geschlechtsbestimmung bei Jungtieren ist auf Grund ihrer Größe sehr schwierig und wohl nur unter einem Mikroskop möglich. So wird man kaum vermeiden können, einige mehr Tiere zu halten und zu warten bis die Männchen ihre Reifehäutung hatten. Dann sind diese klar erkennbar. Zur Verpaarung können Männchen und Weibchen dann zusammengesetzt werden, die Verpaarung verlief bisher bei allen meinen Tieren sehr friedlich und dauerte mehrere Stunden. Meist habe ich die Pärchen über Nacht im Behälter des Weibchens zusammengesetzt. Dabei kam es nie dazu, dass das Männchen gefressen wurde. Die Inkubationszeit beträgt ca. 6 Wochen.

Weitere Informationen:
Zur Vermeidung einer Schimmelbildung in den recht feuchten Terrarien halte ich mit den Spinnen gemeinsam ein paar weiße Asseln, welche Futterreste sofort entsorgen und evtl. entstehenden Schimmel sofort auffressen. Wenn mal eine Assel gefressen wird, dann ist das auch nicht weiter schlimm, sie vermehren sich in den Terrarien sehr gut.utter:
 

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